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24.02.2018 / Ausland / Seite 7

Algerien schiebt ab

Tausende Flüchtlinge nach Niger ausgewiesen. Kritik von Menschenrechtsorganisationen

Sofian Philip Naceur

Algeriens Abschiebepraxis sorgt im Nachbarland Niger zunehmend für Unmut. Während seines Besuches in einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Norden des Landes forderte Nigers Innenminister Mohamed Bazoum Algeriens Behörden auf, keine Staatsbürger Malis, Senegals oder anderer west- und zentralafrikanischer Staaten ohne Prüfung der Nationalität nach Niger abzuschieben, sondern diese statt dessen direkt in ihre Heimatländer auszufliegen. Das gegenwärtige Prozedere schaffe ein humanitäres Problem, da Niger keine Aufnahmekapazitäten mehr habe.

In der Tat ist der Norden Nigers rund um die Stadt Agadez inzwischen zu einem Zentrum für Geflüchtete aus der Region, aber auch für Rückführungsanstrengungen mehrerer Regierungen und internationaler Organisationen geworden. Sowohl das Flüchtlingshilfswerk UNHCR als auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) intensivieren seit Dezember ihre Bemühungen, »freiwillige Rückkehrer« aus Libyen nach Agadez zu ...

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