24.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Europas Krieg in Afrika

Auf der Sahelkonferenz in Brüssel wurde Geld gesammelt, damit afrikanische Staaten anstelle der EU Krieg gegen Dschihadisten führen und Flüchtlinge abwehren

Jörg Kronauer

Manche hatten sich mehr erhofft von der gestrigen Sahelkonferenz in Brüssel. Letztlich hat die Europäische Union selbst tief in die Tasche greifen müssen, um eine peinliche Pleite zu verhindern: 50 Millionen Euro hat sie auf die bereits zugesagten Mittel für die »G5 Sahel« draufgelegt. Damit – und mit einigen kleineren Millionenbeträgen etwa aus Norwegen – ist die Gesamtsumme von 300 Millionen Euro nun endlich überschritten worden. Berlin, Paris und Brüssel haben seit Monaten die Trommeln für diesen »Mindestbetrag« gerührt – es ist der Mindestbetrag für den Krieg im Sahel.

Krieg ist teuer. Diese schlichte, alte Binsenweisheit ist der zentrale Gedanke gewesen, der die EU-Kommission zur Durchführung ihrer gestrigen Sahelkonferenz veranlasst hat. Irgendwer muss die Feldzüge schließlich bezahlen, die die »Force Conjointe G5 Sahel«, eine aus fünf Ländern des nordwestlichen Afrika gebildete Eingreiftruppe, künftig durchführen soll. Alleine könnten sie die Last ...

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