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19.02.2018 / Inland / Seite 5

Schuften fürs Geldhaus

Für die skandalträchtige HSH Nordbank haben sich Käufer gefunden. Leidtragend sind vor allem Lohnabhängige

Simon Zeise

Im Norden wird umverteilt. Das gewinnbringende Geschäft der HSH Nordbank muss nach dem Willen der EU-Kommission bis zum Monatsende verkauft werden. Auf der »Bad Bank«, in der Kredite gebündelt wurden, die zu großen Teilen nicht bedient werden können, bleiben die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein sitzen. Nur unter dieser Bedingung genehmigte Brüssel, dass sich die HSH milliardenschwerer staatlicher Finanzhilfen bedienen durfte.

Das Geldhaus hatte sich vor 2007 mit Subprime-Krediten in den USA eingedeckt. Riskante Immobiliengeschäfte wurden gebündelt und in Steueroasen ausgegliedert. Im Zuge der Finanzkrise musste das Institut Milliarden abschreiben. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Bilanzfälschung. Manager Dirk Nonnenmacher wurde das Gesicht windiger Finanzdeals. Er hielt es 2009 für gerechtfertigt, trotz drohender Pleite der Bank einen Bonus von fast drei Millionen Euro zu kassieren.

Am Freitag berichteten Medien, ein Käufer sei gefunden. Die U...

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