17.02.2018 / Ansichten / Seite 8

Verunsicherungskonferenz

Kriegstagung in München

Sebastian Carlens

Alles in Butter, wenn sich 20 Staatschefs zur Münchner »Sicherheitskonferenz« treffen: Der türkische Premier Yildirim ist da, Deniz Yücel wird passend dazu in die Freiheit entlassen, deutsche Panzer zeigen in Afrin, was sie können. Weil die Lüge die Sprache der Diplomatie ist, muss man Wolfgang Ischinger, der als Privatier Parallelaußenpolitik betreibt, immer gegen den Strich lesen. Das Misstrauen zwischen den USA und Russland sei abgrundtief, teilte er am Freitag mit. »Es könnte gar nicht schlimmer sein.« Und: »Ein Weltpolizist existiert nicht mehr.« Was auch bedeutet: Im nunmehr wieder freien Spiel der imperialistischen Kräfte ist alles erlaubt.

Diese »Sicherheitskonferenz«, eine nichtstaatliche Veranstaltung, zu der die Spitzen aller Großmächte pilgern, ist Deutschlands eigentliche Antwort auf die Agonie des Westens. US-Verteidigungsminister Mattis kann seine Zeit im »Bayerischen Hof« nutz...

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