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17.02.2018 / Ausland / Seite 6

»Linke« Aufrüstung

In Griechenland wird mehr für Militär aufgewendet. Regierungspartei Syriza hat NATO-Austritt aufgegeben

David X. Noack

Seit dem Amtsantritt der Koalitionsregierung aus der linken Syriza und der rechtskonservativen Anel im Jahr 2015 ist in Griechenland eine Steigerung der Rüstungsausgaben zu verzeichnen. Deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei etwa 2,3 Prozent. Das berichtete bereits Mitte Januar die Sendereihe »Streitkräfte und Strategien« im Rundfunksender NDR Info. Damit steht das Land im NATO-Vergleich an zweiter Stelle. Nur die USA geben – bei einem deutlich höheren BIP – mehr Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung für ihr Militär aus. Zudem gehört das von Alexis Tsipras regierte Mittelmeerland zu den nur fünf NATO-Mitgliedsstaaten, die sich an die Selbstverpflichtung zur Aufrüstung halten.

Gegen Kritik an den viel zu hohen Rüstungsausgaben zeigt man sich in Athen resistent. »Zwar kann man zum Beispiel durch Schließung einiger Standorte noch Geld einsparen. Aber viel ist da nicht mehr zu holen«, äußerte der Syriza-Politiker Giorgos Kiritsis gegenüber dem...

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