17.02.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Konstruktives Chaos« verhindern

Russland will Ordnungsmacht im Mittleren Osten werden und steht damit den USA im Weg

Karin Leukefeld

US-Verteidigungsminister James Mattis beklagte im Januar, »Amerikas Macht, Einfluss und Interessen« im Mittleren Osten stünde die Politik Syriens und seiner Verbündeten entgegen. Neben der libanesischen Hisbollah, iranischen Beratern und von Teheran aufgestellten Milizen, die mit Einwilligung Syriens gegen die dschihadistischen Kampfverbände operieren, griff Ende September 2015 Russland auf Bitten der syrischen Führung militärisch in den Krieg ein.

Wenige Monate zuvor, im März 2015, hatten Tausende Dschihadisten die nordsyrischen Provinzen Latakia, Aleppo und Idlib überfallen. Eine »Armee der Eroberung« (Dschaisch Al-Fatah) mit rund 10.000 Kämpfern war unter türkischem Feuerschutz in Syrien einmarschiert. Ausgerüstet waren die Milizen unter anderem mit lasergelenkten »TOW«-Panzerabwehrraketen aus US-Produktion. Ankara hatte in Absprache mit den Golfstaaten die »Eroberungsarmee« aufgestellt, weil man mit dem langwierigen Verfahren des US-Geheimdienstes CIA...

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