17.02.2018 / Ausland / Seite 2

»Kampagne Netanjahus gegen Pressefreiheit«

Israels Premier beeinflusste die Berichterstattung über seine Regierung. Ermittlungen wegen Korruption eingeleitet. Ein Gespräch mit Haggai Matar

Yossi Bartal

Vergangenen Dienstag gab die israelische Polizei ihre offizielle Empfehlung zur Anklage gegen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu wegen mehrerer Korruptionsaffären bekannt. War das zu erwarten?

Nicht in diesem Ausmaß. Dass die Polizei sogar darauf bestand, dass in beiden Anklagepunkten der schwere Strafbestand der Bestechung vorlag, überraschte viele und ist das – aus Netanjahus Sicht – schlimmste mögliche Ergebnis.

Worum geht es? Auf was stützen sich die Anschuldigungen?

Im ersten Fall untersuchte die Polizei die Schenkung von Champagner, Zigarren und Schmuck im Wert von mehr als 200.000 Euro an das Ehepaar Netanjahu durch zwei wohlhabende Geschäftsmänner. Das Wort »Schenkung« ist unter diesen Umständen irreführend, da Netanjahu und seine Frau diese »Geschenke« im Laufe mehrerer Jahre seiner Amtszeit ausdrücklich eingefordert hatte. Dafür wurden die finanziellen Interessen der beiden Millionäre durch Netanjahu gefördert. Diese Geschichte b...

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