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15.02.2018 / Ausland / Seite 6

Provokationen gegen Caracas

Kolumbien schickt Tausende Soldaten an die Grenze zu Venezuela. »Lima-Gruppe« fordert Absage der Wahlen

Modaira Rubio, Caracas

Eine Explosion in einem Umspannwerk in Los Valles del Tuy nahe der Hauptstadt Caracas hat in der Nacht zum Mittwoch weite Teile der Metropole und der angrenzenden Bundesstaaten Miranda und Vargas lahmgelegt. Offenbar im Zusammenhang damit fielen auch zahlreiche staatliche Internetseiten aus, unter anderem waren die Tageszeitung Correo del Orinoco, die Presseagentur AVN und der Fernsehkanal VTV nicht mehr zu erreichen. Der zuständige Minister Luis Motta Domínguez sprach von einem Terroranschlag: »Das ist Teil der Pläne des Imperiums!«

Nur Stunden zuvor hatten in der Hauptstadt Perus die Außenminister der »Lima-Gruppe« in einer gemeinsamen Erklärung die Regierung Venezuelas aufgefordert, die für den 22. April angesetzte Präsidentschaftswahl abzusagen und einen »neuen Zeitplan« vorzulegen. Da es kein Abkommen mit der Opposition gebe, sei es »unmöglich, demokratische, transparente und glaubwürdige Präsidentschaftswahlen« durchzuführen, an der sich alle politi...

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