12.02.2018 / Ausland / Seite 7

Karawane oder Knast

Brasiliens Wahlfavorit Lula plant neue Kampagne. Doch statt im Präsidentenpalast möchten ihn seine Gegner bald im Gefängnis sehen

Peter Steiniger

Daran kann auch der Karneval nichts ändern: Die Arbeiterpartei (PT) ist nicht in Feierlaune. Am Sonnabend beging Brasiliens größte Organisation der Linken ihren 38. Geburtstag. Das Jubiläum steht für die Partei unter keinem guten Stern. Zwar liegt sie nach Umfragen in der Wählergunst deutlich vor allen anderen und ihr Mitbegründer, der frühere Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wäre Favorit, wenn am 7. Oktober in erster Runde wieder über das höchste Staatsamt entschieden wird. Kandidaten können bis zum 15. August offiziell registriert werden, sofern sie im Besitz ihrer politischen Rechte sind. Doch dem wollen die nun wieder Mächtigen im Land und ihre Verbündeten in der Justiz mit politisch motivierter Rechtsbeugung den Weg verlegen. Nach der Bestätigung seiner Verurteilung wegen Korruption aufgrund einer konstruierten Anklage und ohne stichhaltige Beweise am 24. Januar, verbunden mit einer Heraufsetzung der Strafe auf zwölf Jahre Gefängnis, stehen sein...

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