12.02.2018 / Inland / Seite 5

Die Spaltung propagieren

Die AfD und ihr nahestehende Organisationen drängen in die Betriebsräte. Der Gewerkschaftsbund weiß davon – und gibt sich gelassen

Susan Bonath

Bürokratie statt Klassenkampf: Die Schwäche der Gewerkschaften ist unübersehbar. Im Westen leiden sie an Mitgliederschwund, im Osten konnten sie sich nie richtig verankern. Davon profitieren Rechtspopulisten und Neofaschisten. Mit der »Gewerkschaft Zentrum Automobil« und der Gruppe »Ein Prozent« versucht die AfD, Arbeiter an sich zu binden und in Betrieben Fuß zu fassen. Das geschieht vor allem mit Stimmungsmache gegen Linke und Migranten. Im Internet rufen die Initiatoren ihre Anhänger auf, bei den von März bis Mai bundesweit anstehenden Betriebsratswahlen anzutreten. Sie bieten dafür sogar »Seminare« an. Beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sieht man das gelassen.

»Bei Betriebsratswahlen gab und gibt es immer mal wieder Listen, die gewerkschaftsfeindliche Positionen und Werte vertreten«, ließ der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann auf jW-Nachfrage schriftlich übermitteln. Das seien aber, betont er, »von rechts wie links immer Randphänomene gewesen und ge...

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