10.02.2018 / Ausland / Seite 6

Streit um den Nil

Äthiopien baut im Norden des Landes einen Staudamm. Ägypten fürchtet Wasserknappheit

Sofian Philip Naceur, Kairo

Kaum ein Staat in Nord- und Ostafrika ist derart abhängig vom Nil wie Ägypten. Das weitgehend aus unfruchtbarer Wüste bestehende Land deckt mehr als 90 Prozent seines Bedarfs mit Wasser aus dem längsten Fluss der Welt. Rund 95 Prozent der mehr als 95 Millionen Einwohner Ägyptens leben dicht gedrängt an seinen Ufern. Die Wasserknappheit ist bereits heute deutlich spürbar. Doch Bevölkerungswachstum und die Verschmutzung der unersetzbaren Lebensader sind derzeit nicht die dringendsten Sorgen der ägyptischen Regierung. Denn der Bau eines Staudamms im Norden Äthiopiens droht Ägyptens Wasserversorgung stark einzuschränken.

Der Streit um das Megaprojekt ist nicht neu, angesichts der für 2019 geplanten Fertigstellung des »Grand Ethiopian Renaissance Dam« (GERD) jedoch akuter denn je. Mit einer Länge von fast 1,8 Kilometern und einer Höhe von 155 Metern wird die rund 3,4 Milliarden Euro teure Talsperre der größte Staudamm Afrikas sein.

Während Äthiopien mit dem Pr...

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