10.02.2018 / Inland / Seite 5

Springen für Döpfner

Union und SPD wollen Verlegern Großteil der Rentenbeiträge für Zeitungszusteller erlassen. Gewerkschaften sind empört

Ralf Wurzbacher

Die deutsche Wirtschaft ist eingeschnappt. Union und SPD liefern nicht das, was bestellt war. Die Koalitionsvereinbarung lasse die verlangten Steuerentlastungen vermissen, mosern die Industrieverbände. Statt dessen: »rückwärtsgewandte Umverteilung« (BDA-Präsident Ingo Kramer) und eine »explosionsartige« Ausweitung des Sozialstaats (Gesamtmetall-Geschäftsführer Oliver Zander). Aber nicht alle müssen sich grämen. Für den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hält die Regierung in spe eine besondere Aufmerksamkeit bereit. Sie sollen für ihre als Minijobber tätigen Zusteller demnächst zwei Drittel weniger Rentenbeiträge entrichten. Wie der Passus in den Vertragsentwurf gelangte, ist unklar. Bei den Gewerkschaften zeigt man sich empört.

Auf Seite 93 des durch CDU/CSU und SPD ausgehandelten Papiers steht geschrieben: »Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte – in Stadt und Land gleichermaßen – wird bei Minijo...

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