09.02.2018 / Inland / Seite 4

Das Versprechen

NSU-Prozess: Witwe des ermordeten Theodoros Boulgarides prangert in Plädoyer lückenhafte Aufklärung an

Christiane Mudra

»Man soll nie aufhören zu fragen«, zitierte Yvonne Boulgarides, Witwe des 2005 in München ermordeten Theodoros Boulgarides, zu Beginn ihres couragierten und bewegenden Plädoyers Albert Einstein, als sie am Donnerstag als letzte Nebenklägerin im Münchner NSU-Prozess zu Wort kam. Dann stellte sie sie, die Fragen: Hat man uns in die Täterrolle gedrängt, um unsere unangenehmen Zweifel zum Verstummen zu bringen? Wie kam es, dass so viele Zeugen bei ihren Vernehmungen von einem epidemieartigen Gedächtnisverlust befallen wurden? Warum wurden zahlreiche V-Personen und mutmaßliche NSU-Unterstützer bis heute nicht angemessen vernommen? Warum wurden trotz laufender Ermittlungen immer wieder Tausende von Aktenseiten geschreddert? Warum haben all die, die durch ihr fahrlässiges oder vorsätzliches Handeln diese Verbrechen ermöglicht haben, keine Konsequenzen zu befürchten? Warum werden sie sogar wie Lothar Lingen, der vorsätzlich Akten vernichtet hat, aktiv vor Strafv...

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