08.02.2018 / Sport / Seite 16

Schluss mit den Peanuts

Das IOC wird immer reicher, und die meisten Athleten haben nichts davon. Das soll anders werden, fordert ein Berliner Sportwissenschaftler

Morgen beginnen die XXIII. Olympischen Winterspiele in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang, veranstaltet vom IOC, das hierbei als Weltkonzern des Sports fungiert und in klassisch kolonialistischer Manier die Kosten auf Südkorea abgewälzt hat, während es durch den Verkauf von TV- und Marketing-Rechten noch reicher wird. Das Erstaunliche daran ist der fortgesetzte Ausschluss der Atlethen von diesem Geldfluss mit dem Argument, sie wären doch »Amateure«, auch wenn sie sich hochprofessionellen Trainingsmethoden aussetzen müssen, die in der Logik der permanenten Selbstoptimierung Doping geradezu voraussetzen, anstatt es – wie allgemein behauptet – zu unterdrücken. Amateurhaft sind höchstens die lächerlichen Beträge, die die Spitzensportler für ihre Anstrengungen als sogenannte Aufwandsentschädigung bekommen.

Der gigantische finanzielle Erfolg der Olympischen Spiele für das IOC basiert also auf einer höchst ungerechten Geldverteilung. Darauf hat der Berliner L...

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