08.02.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Kleinen zahlen drauf

Studie: Niederländische Umweltschützer schlagen Alarm. Belastungen durch Klimaschutz treffen Geringverdiener stark, Verursacher kaum

Gerrit Hoekman

Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlen im Verhältnis am meisten für die Klimapolitik. Das ist schon länger bekannt. Die aktuellen Maßnahmen der niederländischen Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte verstärken diesen Effekt noch. Das belegt eine von der Vereniging Milieudefensie (Verein für Umweltschutz) in Auftrag gegebene Studie des Forschungsbüros CE Delft, deren Ergebnisse am Montag veröffentlicht wurden.

»Unsere Kosten für Gas und Strom steigen in den kommenden Jahren stark, während unsere Regierung große, die Umwelt verschmutzende Unternehmen wie Shell verschont«, fasst der Verein die Ergebnisse der Untersuchung auf seiner Homepage zusammen. »Die Kluft zwischen arm und reich und zwischen Haushalten und Unternehmen wird auf diese Weise nur größer.«

Ein alarmierendes Ergebnis der Studie: Die Belastungen für die Schwächeren werden sich in den kommenden vier Jahren verdoppeln. »Rund 800.000 arme Haushalte verbrauchen fast 20 Prozent ihres Einkom...

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