08.02.2018 / Ausland / Seite 6

Revolution für Investoren

Hunderttausende Beschäftigte in Rumänien klagen über geringere Löhne seit Jahresbeginn

Matthias István Köhler

Zehntausende sind in den letzten Wochen in Rumänien immer wieder auf die Straße gegangen, um gegen ihre Regierung zu demonstrieren. Die Koalition aus Sozialdemokraten (PSD) und Liberalen (ALDE), die auch von der ungarischen Minderheitenpartei (RMDSZ) unterstützt wird, will laut ihrer Kritiker mit einer geplanten Reform die Unabhängigkeit der Justiz schwächen.

Dass die Proteste in einem viel breiteren Kontext gesehen werden müssen, wurde in den letzten Tagen klar. Mit einer »Steuerrevolution«, wie die Sozialdemokraten es nennen, sollten die »Kosten für Arbeit« gesenkt und Investoren aus dem Ausland angelockt werden. Denn auch zehn Jahre nach dem EU-Beitritt lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im Jahr 2017 pro Kopf bei 10.372 Dollar (!) und damit zehnmal niedriger als in Luxemburg, dem Land mit dem höchsten BIP in der EU. Durch einen »Sozialabgabentransfer« soll das Land »investitionsfreundlicher« werden: D...

Artikel-Länge: 3544 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe