08.02.2018 / Inland / Seite 5

Ende der guten Zeit

Gewerkschaftsnahe Ökonomen warnen vor neuer Finanzkrise, wenn die EZB die Zinsen steigen lässt. Derivate und Fonds fördern Blasenbildung

Simon Zeise

Am Mittwoch mahnte die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank die Geldhäuser in der Euro-Zone, ihre faulen Kredite loszuwerden. »Banken sollten gute Zeiten nutzen, um notleidende Kredite abzubauen. Und die guten Zeiten sind jetzt«, sagte die Vorsitzende des »Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus«, Danièle Nouy, in Frankfurt am Main. Nach Angaben der EU-Kommission schlummern 950 Milliarden Euro in den Bilanzen von Geldhäusern in der EU – ein Viertel davon in Italien. Brüssel sieht darin kein Problem. »Die europäische Wirtschaft übertrifft alle Erwartungen und dürfte bis ins nächste Jahr hinein robust wachsen«, sagte der Vizepräsident der Behörde, Valdis Dombrovskis, am Mittwoch bei der Vorstellung der Konjunkturprognose in Brüssel. »Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine ambitionierte Stärkung der Wirtschafts- und Währungsunion zu beschließen«, fügte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici hinzu.

»Der Euroraum kann sich über Wachstumsraten freuen,...

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