08.02.2018 / Inland / Seite 4

Nebenklage wieder am Zug

NSU-Prozess: Befangenheitsantrag abgelehnt, Schlussvorträge gehen weiter

Claudia Wangerin

Im NSU-Prozess ist am Mittwoch der vermutlich letzte Befangenheitsantrag gegen die Richter abgelehnt worden, bevor die Nebenklagevertreter ihre Plädoyers zu Ende bringen können. Die seit Mai 2013 laufende Hauptverhandlung vor dem Oberlandesgericht München war zuletzt wegen eines Streits um einen Beweisantrag der Verteidiger von Ralf Wohlleben zwei Wochen lang nicht vorangekommen. Für den heute knapp 43jährigen Ex-NPD-Funktionär hatte die Bundesanwaltschaft zwölf Jahre Haft gefordert – sechs Jahre hat er bereits in Untersuchungshaft abgesessen. Ihm wird vorgeworfen, um die Jahrtausendwende mit Carsten S. als Mittelsmann die Tatwaffe für neun Morde an Kleingewerbetreibenden mit Migrationshintergrund beschafft zu haben.

Wohllebens Anwälte vertreten den Standpunkt, dass der zur Tatzeit noch heranwachsende Carsten S. das Waffenmodell später nicht sicher identifizieren konnte. Der Mitangeklagte befindet sich in einem Zeugenschutzprogramm. Er hatte bereits in de...

Artikel-Länge: 3022 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe