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06.02.2018 / Inland / Seite 5

Vergiftete Exporte

Brennelemente aus Jülich sollen in die USA geliefert werden. Landesregierung in NRW hätte Ausfuhren stoppen können. Protest in Düsseldorf

Dirk Seifert

Trotz großer Proteste und verschärfter gesetzlicher Regelungen werden die Vorbereitungen des geplanten Exports von hochradioaktivem Atommüll aus Jülich in die USA fortgesetzt. Wie erst kürzlich bekanntwurde, hatte das US-Verkehrsministerium bereits im April 2017 eine entsprechende Zulassung für den Castorbehälter vom Typ THTR/AVR erteilt, mit der der geplante Transport erfolgen könnte. Das geht aus einem im November veröffentlichten Bericht der »Gesellschaft für Nuklearservice« (GNS) hervor. Heute demonstrieren Antiatominitiativen und Klimaschützer in Düsseldorf vor der Staatskanzlei für den Ausstieg aus der Kernenergiegewinnung und der Kohleförderung, mehr Klimaschutz sowie gegen die geplanten Atommüllexporte.

In dem nicht ausreichend gesicherten Zwischenlager an der ehemaligen Atomforschungsanlage im nordrhein-westfälischen Jülich lagern 152 Castorbehälter mit Atommüll in Form von Kugelbrennelementen. Diese stammen von einem gescheiterten Projekt, einem...

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