03.02.2018 / Ausland / Seite 6

Krieg und Repression

Türkische Armee und dschihadistische Söldner verüben Greueltaten in Afrin. Erdogan profitiert von aufgeheizter Stimmung

Nick Brauns

Zwei Wochen dauert der Krieg der türkischen Armee und ihrer dschihadistischen Söldner auf den Selbstverwaltungskanton Afrin im Norden Syriens bereits an. Angesichts des hartnäckigen Widerstands der in der hügeligen Landschaft verschanzten kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ ist es den Angreifern bislang nicht gelungen, mehr als eine Handvoll Grenzdörfer einzunehmen. Bis Donnerstag wurden nach Angaben des Leiters des Krankenhauses von Afrin, Ciwan Mohammed, bei Luftangriffen und durch Artilleriebeschuss 104 Zivilisten getötet und 156 weitere verletzt. Die Attacken der türkischen Armee und ihrer unter anderem aus dem Umfeld der Terrororganisation Al-Qaida stammenden Verbündeten auf zivile Wohngebiete würden unter Einsatz modernster Waffentechnologie unvermindert fortgesetzt, erklärte der Sprecher der die YPG sowie arabische und assyrische Milizen umfassenden »Syrischen Demokratischen Kräfte« (SDK), Redur Xelil, am Donnerstag auf einer...

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