31.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Versetzung gefährdet

Die Ukraine bekommt von ihren westlichen Sponsoren schlechte Noten. Folgen dürfte dies nicht haben

Reinhard Lauterbach

Es begann mit Meldungen aus dem Ressort »Vermischtes«. Anfang des Jahres war es der US-Propagandasender Radio Liberty, der enthüllte, wie Präsident Petro Poroschenko seinen Neujahrsurlaub verbracht hatte: nämlich mit Familie und Freunden auf den Malediven, Hin- und Rückflug im Privatjet mit falschem Pass, und das Ganze für den Pappenstiel von einer halben Million US-Dollar. Vierzehn Tage lang zogen ukrainische Medien im Anschluss ihren Staatschef durch den Kakao und informierten ihr Publikum, was in Poroschenkos Urlaubsquartier ein gegrillter Hummer gekostet habe und was die Miete für den Katamaran vom Flughafen zum Privatatoll.

Unterdessen standen die zu Hause gebliebenen Ukrainer unter dem Eindruck eines spektakulären Mordfalls. Eine junge Frau, Irina Nosdrowskaja, war kurz vor dem Jahreswechsel tot in einem Fluss bei Kiew gefunden worden. Brisanz gewann die Geschichte dadurch, dass Nosdrowskaja seit zwei Jahren zum Tod ihrer Schwester recherchiert hatt...

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