31.01.2018 / Titel / Seite 1

Friedensprozess unter Beschuss

Kolumbiens ELN-Guerilla bekennt sich zu Anschlag auf Polizeiwache in Barranquilla. Präsident Santos setzt Verhandlungen aus

André Scheer

In Kolumbien droht der Friedensprozess zwischen der Regierung und der ELN-Guerilla zu scheitern. Nachdem sich die Nationale Befreiungsarmee am Montag (Ortszeit) zu einem Anschlag auf eine Polizeiwache am vergangenen Wochenende in Barranquilla bekannt hatte, setzte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos alle weiteren Gespräche mit den Aufständischen aus. Ursprünglich hätten die Unterhändler beider Seiten am heutigen Mittwoch in Quito zusammenkommen sollen. Nun erklärte der Staatschef jedoch: »Die fünfte Gesprächsrunde wird erst eröffnet, wenn die ELN ihre Haltung mit dem Ruf des kolumbianischen Volkes und der internationalen Gemeinschaft nach Frieden in Einklang bringt.« Tatsächlich hatte der Staatschef seine Unterhändler allerdings bereits am 10. Januar aus Quito zurückgerufen, nachdem ein dreimonatiger Waffenstillstand ausgelaufen war.

Am Sonnabend waren im Hof einer Polizeiwache im Stadtviertel San José von Barranquilla zwei Sprengsätze explodiert. Wie...

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