30.01.2018 / Inland / Seite 5

Peilsenderprojekt auf Eis gelegt

Wachsende Kritik an Überwachungsprojekt »Schutzranzen«. Kooperationspartner gehen auf Distanz

Ludger van der Heyden

Wolfsburg will das Projekt »Schutzranzen«, bei dem Schulkinder mittels eines GPS-Trackers geortet werden können, vorerst auf Eis legen. Es bestehe noch »Klärungs- und Kommunikationsbedarf«, äußerte sich ein Sprecher der Stadt vergangenen Donnerstag. Den beiden Grundschulen, an denen die Technik ab 1. Februar hätte erprobt werden sollen, werde man empfehlen, den Start des Modellversuchs zunächst auszusetzen. Damit reagieren die Verantwortlichen auf heftige Kritik von Datenschützern, die vor dem Missbrauch von Heranwachsenden zwecks Geschäftemacherei warnen (siehe jW vom 24.1) Der Verein Digitalcourage hatte vergangene Woche den sofortigen Stopp der Pläne gefordert.

Der Appell hat offenbar auch Niedersachsens Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel aufgeschreckt. Wie der NDR berichtete, hat sie Kontakt zum Entwickler der Software, der Firma Coo­driver mit Sitz im bayerischen Grünwald, aufgenommen. Ihre Behörde stört sich demnach vor allem daran, dass die mit d...

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