26.01.2018 / Feminismus / Seite 15

Gefährliches Grün

Erste, dafür große Erfolge mit fast 90: Die Kunstsammlung NRW zeigt Bilder aus 70 Schaffensjahren der New Yorker Künstlerin Carmen Herrera

Mithu Sanyal

Es ist die erste große Retrospektive von Carmen Herreras Werken nicht nur in Deutschland: Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt derzeit in Düsseldorf Bilder der kubanisch-US-amerikanischen Künstlerin. Aber halt! Ist es richtig, die Ausstellung einer noch lebenden und arbeitenden Malerin Retrospektive zu nennen? Und wie kann es sein, dass die 102jährige gerade erst am Anfang ihrer Karriere steht?

Carmen Herrera sprengt Kategorien mit derselben Leichtigkeit wie Malkonventionen: Bilder wie Objekte, bemalt inklusive Rahmen und nicht selten Rückseiten, von einer unsichtbaren, akkuraten Hand, die rasiermesserscharfe Linien zieht und Farbe so glatt aufträgt, als wären die Leinwände lackiert. Kontraste, so weit das Auge reicht: 70 Bilder aus 70 Jahren. Das macht die Kontinuität und die Selbstsicherheit deutlich, mit der Herrera arbeitet. Gerade das lässt die Tatsache, dass sie ihr erstes Bild mit 89 verkauft hat, umso unfassbarer erscheinen. Trotzdem hat...

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