24.01.2018 / Inland / Seite 5

Der Peilsender auf dem Rücken

VW-Konzern will künftig Kinder über ihre Schulranzen orten lassen

Ralf Wurzbacher

Und ewig kreist die Cloud – über arglosen Kinderköpfen. Immer mehr Mütter und Väter würden ihre Sprösslinge am liebsten an der Leine durchs Leben führen, weil an jeder Ecke ein Entführer oder Drogendealer lauern könnte. Oder wenigstens ein Auto, das das Töchterchen über den Haufen fährt. Fürs Geschäft kann der Kontrollwahn durchaus förderlich sein. Das hat auch der Volkswagen-Konzern erkannt – und will es mit dem Modellprojekt »Schutzranzen« austesten.

Dabei werden Schulranzen mit einem Peilsender versehen, der über eine App rund um die Uhr die aktuelle Position des Trägers auf Smartphone, Tablet oder PC übermittelt. Als Empfänger kommen nicht nur Eltern in Frage. Auch den Fahrern in der Umgebung befindlicher PKWs soll auf dem Navigationsgerät signalisiert werden, dass sich in der Nähe ein Kind aufhält. Ausgebrütet hat das Programm die Coodriver GmbH mit Sitz in Grünwald bei München. Weitere Projektpartner sind der Ranzenproduzent Scout, der Schutzbekleid...

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