23.01.2018 / Ausland / Seite 7

Türkischer Medienkrieg

Regierung diktiert Berichterstattung über Einmarsch in Afrin. Kriegsgegner festgenommen

Kevin Hoffmann

Die Türkei führt Krieg gegen den kurdischen Kanton Afrin im Norden Syriens und gegen das Bekanntwerden der Wahrheit darüber. Unmittelbar nach Beginn des Einsatz des Militärs und mit ihr verbündeter islamistischer Gruppierungen hat Ministerpräsident Binali Yildirim am Sonntag zahlreiche Medienvertreter zu einem Treffen in Istanbul geladen. Dort legte er den Vertretern der größten und einflussreichsten Presseorgane einen 15-Punkte-Plan vor, wie sie über die Aggression zu berichten haben.

An dem Treffen nahmen neben Yildirim auch Justizminister Bekir Bozdag, Verteidigungsminister Nurettin Canikli, der AKP-Vizevorsitzende Mahir Ünal und der Staatssekretär Fuat Oktay teil. Unmittelbar nach dem Treffen berichtete die kurdische Nachrichtenagentur Firat darüber. Zentraler Punkt solle in der gesamten türkischen Berichterstattung sein, dass die Militäroperation in erster Linie dem Schutz der eigenen Zivilbevölkerung diene. Passend dazu gab es am Wochenende mehrere ...

Artikel-Länge: 3672 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe