18.01.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Die tunesischen »Strukturreformen«

Der IWF verfolgt in Nordafrika weiterhin eine sozial desaströse Finanzpolitik

Sofian Philip Naceur

Die nordafrikanischen Volkswirtschaften stecken in der Krise. Neben Marokko und Ägypten setzt dabei auch Tunesien auf »Strukturreformen« und treibt zusammen mit dem Internationalen Währungsfond (IWF) eine Liberalisierung der Wirtschaft voran. Schon 2016 einigte sich die Regierung in Tunis mit dem IWF auf ein Kreditpaket in Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar. Wenig überraschend war dies an weitreichende Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen und Privatisierungen geknüpft. Anfang 2017 fror der IWF jedoch die zweite fällig geworden Kredittranche vorerst ein. Begründet wurde die Maßnahme mit einem Mangel an Fortschritten bei vereinbarten »Reformen«.

Im Dezember verkündete die weiterhin auf sozialpolitisch desaströse Maßnahmen setzende Sonderorganisation der Vereinten Nationen eine Einigung mit der Regierung. Die versprach, im Rahmen des Staatsbudgets für 2018 das Haushaltsdefizit unter fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, die Mehrwertsteuer zu erhöhen un...

Artikel-Länge: 3504 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe