17.01.2018 / Antifa / Seite 15

Braune »Erzieher«

»Identitäre« wollen Vormundschaften für minderjährige Flüchtlinge übernehmen

Susan Bonath

Im vergangenen Jahr war sie mit dem Versuch gescheitert, Seenothelfer beim Retten gekenterter Flüchtlinge im Mittelmeer zu behindern. Jetzt macht die neofaschistische »Identitäre Bewegung« (IB) mit einer neuen zynischen »Aktion« auf sich aufmerksam. Ihr Hamburger Ableger ruft seine Anhänger dazu auf, Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zu übernehmen. Natürlich nicht aus Nächstenliebe: Die jugendlichen Opfer des global wütenden Kapitalismus sollen möglichst schnell zurück in Krieg und Elend vertrieben werden.

So will die völkisch-nationalistische Bewegung mit den Kindern und Jugendlichen »über vorhandene falsche Erwartungen an ihr Gastland ebenso sprechen, genauso wie über eine Zusammenführung mit ihrer Familie in ihrer Heimat«. Es gelte, eine »politisch gewollte Masseneinwanderung« zu verhindern, stellt sie auf ihrer Webseite klar.

Für ein solches Amt benötige man »grundsätzlich keine besondere Qualifikation«. Zudem lasse sich als V...

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