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15.01.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kooperation am Mekong

China und südliche Anrainerstaaten wollen Vernetzung auf diversen Sektoren vorantreiben. Umweltschutz spielt weniger eine Rolle

Thomas Berger

Der Mekong (im Chinesischen Lancang genannt) ist in seinen Anrainerstaaten Lebensader für 60 Millionen Menschen. Am 10. und 11. Januar trafen sich die Staats- und Regierungschefs der angrenzenden Länder zum Gipfeltreffen in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh – dem zweiten Mekong-Lancang Cooperation Leader’s Meeting (LMC), wie es offiziell heißt. Ins Leben gerufen worden war diese Zusammenarbeit auf chinesische Initiative 2015, im Folgejahr hatte es das erste Treffen des politischen Spitzenpersonals in Südchina gegeben. Nun kamen die Führer der sechs Staaten (China, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Myanmar) ein weiteres Mal zusammen, um Bilanz zu ziehen und konkrete Planungen für die Zukunft zu verabreden.

Kambodschas Hauptstadt präsentiert sich als Tagungsort modern, nicht nur infolge des bereits seit Jahren anhaltenden Baubooms, der vor allem Wohlhabenden zugute kommt, während ärmere Anwohner einiger Viertel gnadenlos verdrängt wurden (jW be...

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