13.01.2018 / Ausland / Seite 6

Schwere Etappe

Favorit Lula soll vor Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien am grünen Tisch ausgeschaltet werden. Die Linke mobilisiert dagegen die Straße

Peter Steiniger

Der Gründer und Kopf der Arbeiterpartei PT soll endgültig kaltgestellt werden. Am 12. Juli des vergangenen Jahres war Luiz Inácio Lula da Silva von Richter Sérgio Moro aus Curitiba wegen Korruption und Geldwäsche zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Moro leitete auch die Ermittlungen, eine brasilianische Besonderheit. Der Prozess war kafkaesk, der konstruierte Fall dreht sich um ein Appartement (Triplex) in Guarujá an der Küste des Bundesstaates São Paulo, welches Lula weder besitzt noch jemals nutzte. Das Fehlen von Beweisen oder klarer Indizien war kein Hindernis für einen Schuldspruch. Am 24. Januar steht vor einer Kammer (TRF-4) in Porto Alegre, der Hauptstadt des südlichen Bundesstaates Rio Grande do Sul, die Berufungsverhandlung an. Ein ungewöhnlich früher Termin: Das Gericht hat dem Fall höchste Priorität eingeräumt, andere zur Seite gelegt. So Gott will und auch der Kongress, stehen 2018 Präsidentschaftswahlen an. Lula, während des Wegs d...

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