12.01.2018 / Ausland / Seite 7

Keine Wahl

Die Tschechen sind an diesem Wochenende aufgerufen, über einen neuen Präsidenten abzustimmen. Linke Kandidaten fehlen

Matthias István Köhler

Heute und morgen sind die Tschechen dazu aufgerufen, über ihren Staatspräsidenten direkt abzustimmen. Gewählt wird vor dem Hintergrund der in Europa um sich greifenden Angst einer neuen Spaltung in Ost und West, vor dem Hintergrund eines Kulturkampfes zwischen liberalen proeuropäischen und »rechtspopulistischen« europakritischen Kräften. Auch die Wahlen in der Tschechischen Republik scheinen sich entlang dieser Linie zu bewegen. Dabei zeigt die Präsidentenwahl auch »die Unordnung innerhalb der Linken«, erklärte Jan Majicek von der »Sozialistischen Solidarität«, einer Gruppe linker Aktivisten, Anfang der Woche gegenüber junge Welt. »Die Linke hat keinen Kandidaten. Die Wahl wird schmerzvoll.«

Es ist nach 2013 das zweite Mal, dass die Bevölkerung des Landes die Person für das höchste Amt im Staat selbst bestimmt, das auch in Tschechien ein rein repräsentatives ist. Traditionell aber verfügt hier der Präsident über eine hohe moralische Autorität. Die Direktw...

Artikel-Länge: 4018 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe