Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
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09.01.2018 / Feuilleton / Seite 10

Zu viele Dinge?

Helmut Höge

Hannah Arendt schrieb: Gegenstände »sind die eigentlich menschliche Heimat des Menschen«. Im Mai wird ein Buch der Schriftstellerin Tina Stroheker mit kurzen Texten über Dinge aus ihrem Alltag erscheinen, »Inventarium. Späte Huldigungen«. Die Verlagsankündigung geht aufs Ganze. »Für die Autorin gilt, was Mallarmé einmal befand: ›Alles in der Welt ist dazu da, in einem Buch zu landen.‹« Bücher sind natürlich auch Gegenstände, und basieren, besonders als Industrieprodukte, auf Mathematik. So ist es mit fast allem um uns herum.

Für Leute wie mich sind Bücher »die eigentlich menschliche Heimat«. Manche sehen darin einen erheblichen Verlust an Menschlichkeit. Als ein deutscher Ethnologe einst einen Indianerhäuptling interviewen wollte, der als Bremser auf einer Strecke der Union Pacific arbeitete, verwies der ihn an die Nationalbibliothek in Washington: »Dort steht alles über die Indianer!« Heute gibt es in den USA eine spezielle »First Nations«-Bibliothek. Ge...

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