09.01.2018 / Ansichten / Seite 8

Um jeden Preis

Rüstungsgeschäfte mit der Türkei

Jörg Kronauer

Sigmar Gabriel ist ein Mann von Prinzipien. Eine deutsche Panzerfabrik für die Türkei? Nicht mit dem Außenminister. »Das würden wir eh nicht genehmigen«, verkündet der Sozialdemokrat am Sonntag abend im »Bericht aus Berlin«. Denn in der Türkei, das ist ja bekannt, werden zur Zeit die Menschen- und Bürgerrechte mit Füßen getreten, da werden führende Oppositionspolitiker und Hunderte Journalisten willkürlich inhaftiert und verurteilt. Nein, es gehe nicht »um die Herstellung von Panzern«, teilt Gabriel mit. Das Problem, über das man gerade verhandle, sei: Der IS habe es doch tatsächlich geschafft, ein paar Leopard-2-Qualitätspanzer, mit denen die türkische Armee ihn angegriffen habe, zu zerstören. Das ist, zugegeben, nicht das beste Verkaufsargument für den künftigen Export. Nun aber, fährt Gabriel fort, gebe es endlich »ein Produkt, mit dem man solche Panzer gegen Minen schützen kann«. Er sehe nicht, warum man es der Türkei verweige...

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