08.01.2018 / Inland / Seite 2

Justizskandal angeprangert

Dessau: Mehr als 4.000 Menschen forderten Gerechtigkeit im Fall Oury Jalloh

»Oury Jalloh – das war Mord«, lautete auch dieses Jahr der Slogan, mit dem in Dessau an den Todestag des Flüchtlings aus Sierra Leone erinnert wurde. Am Sonntag kamen nach Angaben der Organisatoren mehr als 4.000 Menschen in die Stadt in Sachsen-Anhalt, in der Jalloh vor 13 Jahren, am 7. Januar 2005, in einer Polizeizelle verbrannte. Das waren so viele wie noch nie. Auf einer friedlichen Demonstration forderten sie eine Wiederaufnahme der eingestellten Ermittlungen in dem Fall.

Viele Jahre lang hatte die Justiz an der These festgehalten, der 36jährige habe sich, gefesselt an Händen und Füßen auf einer feuerfesten Matratze, selbst angezündet. Zahllose Indizien und inzwischen auch Beweise sprechen dagegen, was mittlerweile auch Oberstaatsanwalt Folker Bittmann anerkannt hat. Er hatte sich deshalb im April an Generalbundesanwalt Peter Frank gewandt. Der übergab das Verfahren im Juni an eine Kollegin Bittmanns in Halle,...

Artikel-Länge: 2878 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe