06.01.2018 / Ausland / Seite 6

Weißer Sonntag

Mit einer Kampagne in den »sozialen Medien« will Kambodschas Opposition auf Repressionen aufmerksam machen

Thomas Berger

Für die politische Opposition und die kritische Zivilgesellschaft in Kambodscha war 2017 ein schwarzes Jahr. Autokratische Tendenzen hatte Ministerpräsident Hun Sen, der das südostasiatische Land seit drei Jahrzehnten führt, auch schon vorher. Unlängst aber holte er in Phnom Penh zum ganz großen Schlag gegen seine Kritiker aus: Erst wurde Oppositionsführer Kem Sokha im September ins Gefängnis gesteckt. Der Vorwurf lautete auf Vorbereitung eines Umsturzes mit Hilfe aus dem Ausland. Am 16. November wurde Kem Sokhas Nationale Rettungspartei (CNRP) dann vom Obersten Gerichtshof offiziell aufgelöst.

Die Kritiker des Premiers wollen sich aber nicht so leicht abfertigen lassen. Vor allem in den sogenannten sozialen Medien fahren sie seit Sonntag, zum Jahreswechsel, eine neue Kampagne. Oppositionspolitiker und Bürgerrechtsaktivisten lassen sich dazu demonstrativ in Weiß ablichten. Die »Bewegung Weißer Sonntag« fordert die Freilassung von 24 prominenten politische...

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