05.01.2018 / Ansichten / Seite 8

Comeback-Versuch

Sigmar Gabriel in Kiew

Reinhard Lauterbach

Vor hundert Jahren, bei den Friedensverhandlungen in Versailles, hatte die Ukraine schlechte Karten. Ihr Land sei ein Hirngespinst des deutschen Generalstabs, fertigte der US-Vizeaußenminister eine Delegation der »Ukrainischen Volksrepublik« ab. Für sie gebe es hier nichts zu holen. Wenig später unterlag das 1918 mit Unterstützung der deutschen Obersten Heeresleitung in Kiew aus der Taufe gehobene Gebilde im russischen Bürgerkrieg den Bolschewiki.

Heute hat der US-Generalstab das Projekt Ukraine übernommen, und der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel versucht, in Kiew zu demonstrieren, dass die Bundesrepublik auch noch da ist. Dabei trat er seinen Gastgebern diskret auf die Hühneraugen, etwa durch die Betonung, ohne eine UN-Friedenstruppe sei im Donbass kein Waffenstillstand denkbar. Diesen Standpunkt teilt die ukrainische Führung nicht. Sie will eine solche Bl...

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