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05.01.2018 / Inland / Seite 4

Antisemitismus in der AfD Münster

Ratsgruppe wirft Vorsteher der jüdischen Gemeinde vor, Deutschland zu verachten

Klaas Brinkhof

Während die AfD-Spitze den Islam am liebsten aus dem Land verbannen würde, fasst ihr Ortsverband in Münster die Volksgemeinschaft noch enger. Als Sharon Fehr, der Vorsteher der jüdischen Gemeinde in der westfälischen Universitätsstadt, die womöglich volksverhetzenden Äußerungen der AfD-Vorzeigefrauen Beatrix von Storch und Alice Weidel über »muslimische Männerhorden« Anfang der Woche via Facebook als »zügellos menschenverachtend« bezeichnete, waren die Lokalpolitiker der AfD sofort zur Stelle – und bedienten kräftig antisemitische Stereotype.

»Es wäre wahrscheinlich auch zuviel verlangt, von Ihnen zu erwarten, dass Sie die große Sorge um unser deutsches Vaterland mit uns teilen«, blaffte die aus zwei Mann bestehende AfD-Ratsgruppe auf Facebook. »Schauen Sie ruhig weiter weg, aber wahrscheinlich genießen Sie den schleichenden Verfall eines Landes, welches Sie verachten!« Damit lässt die Partei ein uraltes antisemitisches Vorurteil wiederauferstehen – dass ...

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