04.01.2018 / Inland / Seite 4

Frage der Geschichtsschreibung

Im Prozess gegen Fabio V. geht es um Deutungshoheit über G-20-Proteste und Polizeigewalt

Kristian Stemmler

Am Mittwoch ging vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona der Prozess gegen den Italiener Fabio V. (19) in die nächste Runde. Ein halbes Jahr nach dem Gipfel arbeitet die Staatsanwaltschaft weiter verbissen daran, dass der Italiener, dem individuell keine Straftaten vorgeworfen werden, wegen schweren Landfriedensbruchs verurteilt wird. Dass dabei viel auf dem Spiel steht – nicht zuletzt das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit –, machte das Grundrechtekomitee (Köln), das den Prozess beobachtet, in einem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht deutlich.

»Aus unserer Sicht stellt dieser Prozess auf mehreren Ebenen einen Kristallisationspunkt im Ringen um die politische und juristische Aufarbeitung der Gipfelproteste dar«, heißt es in der Analyse. So handele es sich um das erste Verfahren in Sachen Rondenbarg, damit »um einen Gradmesser für die Aufarbeitung der Situation, in der es zu einem der umstrittensten Polizeieinsätze während des G-20-Gipfels kam«. Am M...

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