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02.01.2018 / Titel / Seite 1

Unmut über Regierung

Wegen der verschlechterten ökonomischen Lage kommt es im Iran seit Tagen zu Protesten. Mehrere Tote vermeldet

Knut Mellenthin

Im Iran finden gegenwärtig die größten regierungsfeindlichen Proteste seit der sogenannten Grünen Bewegung des Jahres 2009 statt. Bis Montag mittag gab es mindestens fünf, nach anderen Meldungen zehn oder zwölf Tote. Die genauen Umstände blieben zunächst unklar. Die Proteste hatten am Donnerstag im nordostiranischen Maschhad, der zweitgrößten Stadt des Landes, begonnen. Schon in der Vergangenheit – so 1992, 1998 und 2003 – war es dort zu teilweise gewaltsamen Massenaktionen gekommen. Seit Freitag finden auch in zahlreichen anderen Städten in allen Regionen Irans Demonstrationen statt.

Auslöser der Proteste soll Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation und aktuell vor allem ein starker Anstieg der Preise für Eier und Hühnerfleisch gewesen sein. Letzteres erklären die Behörden mit der angeordneten Schlachtung von Hühnern als Maßnahme gegen eine drohende Vogelgrippeepidemie.

Allgemein sind der Zustand der iranischen Ökonomie und die Lebenslage viel...

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