30.12.2017 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Für Krieg ist immer Geld da«

Gespräch mit Pedro Páez Pérez. Über die kapitalistische Überproduktionskrise, Patente und geistiges Eigentum sowie den Platz ehemaliger Kolonien in der Weltwirtschaft

Carmela Negrete

Die anhaltende Krise trifft nicht allein die Wirtschaft, sondern auch die politischen Beziehungen und die sozialen Errungenschaften. Man könnte sogar von einem zivilisatorischen Rückschritt sprechen. Vor diesem Hintergrund halten es die deutschen Parteien Die Linke, SPD und Grüne für nötig, dass sich die Europäische Union neu konstituiert. Die Krise war aber gerade hier in Deutschland kaum zu spüren. Wie bewerten Sie das aus der Entfernung?

Sie töten gerade die Hühner, die goldene Eier legen. Es vollzieht sich ein sehr weitgehender Prozess, ein harter Kampf zwischen imperialistischen Mächten im Rahmen einer strukturellen Überproduktionskrise. In der Welt des Schein gerät man oft in die Falle, sich auf traditionelle Indikatoren zu beziehen: das Bruttoinlandsprodukt, makroökonomische Indikatoren usw. Wer das tut, sagt, das Schlimmste der Krise sei schon vorbei, Deutschland erlebe keine Krise, das Problem seien die südeuropäischen Länder.

Eigentlich sagen di...

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