02.01.2018 / Feuilleton / Seite 10

Langsam kriecht der Bariton

Schleimig-düsteres Getriefe: »The Ooz«, das neue Album von King Krule

Michael Saager

Verdammt interessanter Künstler, dieser King Krule. Beinahe unheimlich interessant, sofern man den atmosphärischen Eindruck von Archy Marshalls zweitem King-Krule-Album ernst genug nimmt. Da ist diese untergründige, selbstzerstörerische Aggressivität, wie man sie noch von Nick Cave kennt oder Tom Waits. Beides bekanntermaßen Typen, die nicht zuletzt mit kaputten Selbstinszenierungen zu überzeugen wussten.

»The Ooz« heißt King Krules Platte, was im Original schöner klingt als übersetzt, schließlich bedeutet »­ooze« so viel wie Ausfluss oder Getriefe. Der Künstler sagt, es gehe um »Earwax and snot and bodily fluids and skin and stuff that just comes out of you on a day-to-day basis« (Ohrenschmalz und Rotz und Körperflüssigkeiten und Zeug, das einfach jeden Tag aus dir rauskommt). Schleimige Sache. Und tatsächlich fließen bzw. kri...

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