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30.12.2017 / Thema / Seite 12

Skinheadbuben

Manja Präkels und Moritz von Uslar streiten über die Verharmlosung rechter Gewalt. Das ist gut so, denn es lenkt den Blick darauf, wie sehr die deutsche Literatur bei diesem Thema versagt hat

Matthias N. Lorenz

Im September 2010 erschien Moritz von Uslars Roman »Deutschboden. Eine teilnehmende Beobachtung«. Der Untertitel war Programm: Der Autor, ein vor allem für seine Interviews bekannter Popliterat und -journalist, hatte sich vorgenommen, sich auf die prekarisierte männliche Bevölkerung einer Kleinstadt im Brandenburgischen einzulassen. Er wusste, dass die Kleinstadt »Oberhavel«, die im wirklichen Leben den Namen Zehdenick trägt, nach 1989 ein gravierendes Problem mit Rechtsradikalismus hatte, und es war auch ein bisschen diese »geile Angst«, die der Reporter in seinem »Hardrockhausen« suchte. Er blieb drei Monate, freundete sich mit einigen Objekten seiner Beobachtung an und schrieb jenes Buch, das damals weithin besprochen, später verfilmt und nun im Spiegel vom 9. Dezember dieses Jahres von der gebürtigen Zehdenickerin Manja Präkels einer harschen Kritik unterzogen wurde.

Gegensätzliche Perspektiven

»Deutschboden«, so Präkels, verharmlose den Rechtsextremi...

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