29.12.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ungeliebter Partner China

Investoren der Volksrepublik gelten als Garanten für den Marktzugang für hiesige Firmen. Das Misstrauen aber bleibt

Dieter Schubert

Am Mittwoch machte eine Nachricht die Runde. Der chinesische Eigentümer des schwedischen Autobauers Volvo steigt beim gleichnamigen Nutzfahrzeugriesen aus dem skandinavischen Land ein, meldete die Agentur Reuters. Der Konzern Zhejiang Geely übernehme eine bisher vom Investor Cevian Capital gehaltene Beteiligung von 8,2 Prozent und wird damit zum größten Anteilseigner der börsennotierten Volvo AB auf. Das hatte der in Schweden ansässige Fonds am selben Tag mitgeteilt. Das Anteilspaket sei an der Börse umgerechnet mehr als 2,8 Milliarden Euro wert, fügte Reuters hinzu.

Ein stinknormaler Deal zwischen zwei großen Couponschneidern? Keineswegs. Eher eine weitere strategische Entscheidung, einen stagnierenden europäischen Konzern ans rettende chinesische Ufer zu befördern, wie es aussieht. Die Pkw-Sparte des wie Saab oder IKEA zum industriellen Rückgrat Schwedens gehörenden Herstellers, war der heimischen Oligarchie – die in dem Land als besonders ausgeprägt gi...

Artikel-Länge: 5222 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe