29.12.2017 / Ansichten / Seite 8

Lektionen in Demokratie

Krise in Peru

Volker Hermsdorf

Während Perus Staatschef Pedro Pablo Kuczynski gestern von Staatsanwälten zu den gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfen vernommen wurde, protestierten erneut Tausende Bürger in allen Teilen des Landes gegen die Begnadigung des 2009 zu 25 Jahren Gefängnis verurteilten früheren Präsidenten Alberto Fujimori. Dessen Haftentlassung war der Preis, den Kuczynski zahlte, um seine Amtsenthebung zu verhindern. Fujimoris Sohn Kenji und neun weitere Abgeordnete der rechten »Fuerza Popular« (FP), die das Verfahren gegen den amtierenden Staatschef initiiert hatte, enthielten sich in der vergangenen Woche bei der Abstimmung im Kongress. Kuczynski, der als Minister im Kabinett des neoliberalen Präsidenten Alejandro Toledo rund 800.000 Dollar vom brasilianischen Odebrecht-Konzern kassiert haben soll, konnte die Staatsanwälte deshalb gestern im Regierungspalast empfangen.

Sein Deal mit dem Fujimori-Clan ist indes ein Pyrrhussieg. Aus Protest gegen die Begnadigung des ...

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