29.12.2017 / Ausland / Seite 7

Dodons Zaunpfahl

Moldauischer Präsident bietet Transnistrien föderative Wiedervereinigung an

Reinhard Lauterbach

Der moldauische Präsident Igor Dodon hat der 1992 abgespaltenen »Pridnestrowischen Moldauischen Republik« eine Wiedervereinigung auf föderativer Grundlage angeboten. In mehreren Interviews mit führenden russischen Medien äußert er seit vergangenen November die Überzeugung, dass das im Westen als Transnistrien bezeichnet Land im Laufe der nächsten drei bis fünf Jahre in den moldauischen Staatsverband zurückkehren könnte. Dabei solle der Region eine »breite Autonomie« und »die Erhaltung von allem, was sie haben«, garantiert werden. Also auch der Eigentumsverhältnisse. Entscheidend sei, so Dodon, dass die beiden Landesteile wieder zusammenkämen und dass Moldau einen Kurs dauerhafter Neutralität verfolge.

Mit letzterem Argument ist klar, an wen sich Dodons Vorschläge richten: Moskau soll davon überzeugt werden, die bisherige Unterstützung Transnistriens zugunsten einer Reintegration der Industrieregion links des Dnjestr zu revidieren. Die anvisierte Neutralit...

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