28.12.2017 / Inland / Seite 5

Bis zum bitteren Ende

Deutsche Autokonzerne versuchen Umstieg auf Elektroantriebe weiter hinauszuzögern, zeigen sich dabei aber uneins

Bernd Müller

Angesichts drohender Dieselfahrverbote in den Städten zeigt sich nicht nur die deutsche Automobilindustrie besorgt, sondern nun auch das Handwerk: Der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, befürchtet gar eine »kalte Enteignung« der Unternehmen. »Es muss Überbrückungszeiten geben, denn ansonsten kommen die Betriebe von heute auf morgen nicht mehr in die Innenstädte. Das ist existenzbedrohend für viele Betriebe«, sagte er der Deutschen Presseagentur am Mittwoch.

Überbrückungszeiten wünschen sich gewiss auch die Autobauer. In ihrer Existenz bedroht sehen sie sich aber trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei ihren Dieselfahrzeugen vermutlich eher nicht. Dennoch: Das Jahr 2017 war kein gutes für das Image der Autokonzerne. Inzwischen ist nicht nur VW vom Abgasskandal betroffen. Auch BMW steht nun im Verdacht, betrogen zu haben. Während immer mehr Staaten ankündigen, bald keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsm...

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