21.12.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Kapitalistische Anschlagslogik

Spekulationen prägten öffentliche Debatte nach Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus

Markus Bernhardt

Als sich am 11. April dieses Jahres die Meldungen häuften, dass es zu einem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gekommen sei, machten sich nicht nur in Dortmund Ratlosigkeit, Entsetzen und Wut breit. Über mehrere Tage hinweg wurde gemutmaßt, wer genau für die feige Tat verantwortlich gewesen sein könnte. Nicht nur in Internetforen und sogenannten sozialen Netzwerken beteiligten sich die Menschen mit überdurchschnittlich ausgeprägter Phantasie an Spekulationen über die mögliche Urheberschaft des Angriffs. Da am Tatort Bekennerschreiben gefunden worden waren, die auf einen Anschlag militanter Islamisten hindeuteten, gingen viele Menschen davon aus, dass dies tatsächlich der Hintergrund der Tat sein könne. »Ab sofort stehen alle ungläubigen Schauspieler, Sänger, Sportler und sämtliche Prominente in Deutschland und anderen Kreuzfahrernationen auf der Todesliste des Islamischen Staates«, hieß es in dem Schreiben damals unter anderem. Neonazis...

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