20.12.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Das Salamanca-Projekt

Die zweitälteste Universität Spaniens und Landwirtschaftsbetriebe sind in Gefahr: Der an Portugal grenzenden Provinz droht der größte Urantagebau Westeuropas

Norbert Suchanek

Die Region im mittleren Westen Spaniens zwischen der Universitätsstadt Salamanca und der portugiesischen Grenze ist eine malerische Landschaft mit Rinder- und Schweineweiden und einem Meer von uralten Steineichen. Nachhaltige, extensive Viehzucht ist die traditionelle Einkommensquelle, der schon lange von »Landflucht« geplagten Region. Doch das Gestein im Untergrund ist reich an Uran: Für die einen, ein zu hebender Schatz, um angeblich »saubere«, klimafreundliche Atomkraftwerke mit Kernbrennstoff zu versorgen und der Region zu gut bezahlten Jobs zu verhelfen. Für die anderen ein Fluch, der großräumige radioaktive Belastung und Naturvernichtung mit sich bringt. Doch Spaniens Regierung in Madrid hat schon vor Jahren beschlossen, diese Büchse der Pandora auszugraben und zu öffnen.

Bereits seit 1974 förderte das staatliche Uranunternehmen ENUSA in Salamanca bei Saelices El Chico Uran zu Tage. Die Mine lieferte bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 2000 rund 130 To...

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