20.12.2017 / Ausland / Seite 2

»Es sind Todesschwadronen aktiv«

In Honduras will die Volksbewegung den Widerstand gegen den Wahlbetrug trotz brutaler Repression nicht aufgeben. Gespräch mit Silvia Ayala

André Scheer

Das Oberste Wahlgericht von Honduras, TSE, hat am Sonntag Amtsinhaber Juan Orlando Hernández zum Sieger der Präsidentschaftswahlen vom 26. November erklärt. Sind damit die Hoffnungen der Oppositionsallianz, der auch Ihre Partei angehört, zunichte gemacht?

Wir akzeptieren die Entscheidung des TSE nicht, denn es hat seine Legitimation verloren. Das Gericht folgt ganz offen den Befehlen des Diktators. Die Hoffnungen des Volkes auf Veränderung bestehen weiter. Wir wissen aber, dass nur die massenhafte Mobilisierung diesen Wahlbetrug vereiteln kann. Wir kämpfen weiter, obwohl Genossen und andere Mitbürger ermordet wurden und obwohl die Polizei uns rücksichtslos mit Tränengas vergiftet. Wir konnten noch keine Gesamtzahl der Verletzten ermitteln, aber wir kämpfen weiter.

Wie ist die Lage in Ihrer Stadt San Pedro Sula?

Hier wie überall im Land ist die Lage sehr hart. Tausende Menschen sind nach wie vor auf der Straße und blockieren die Verkehrsverbindungen. Es is...

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