19.12.2017 / Inland / Seite 3

Terror mit Ansage

Ein Jahr nach dem Lkw-Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz ist klar, dass die Sicherheitsbehörden viel mehr wussten, als sie bisher zugaben

Claudia Wangerin

An diesem Dienstag jährt sich der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, bei dem zwölf Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden, zum ersten Mal. Ein Lastwagen war am Abend des 19. Dezember 2016 in die Menschenmenge gerast, nachdem der Attentäter das Fahrzeug gekapert und den polnischen Fahrer getötet hatte.

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute an der Fertigstellung eines Mahnmals für die Opfer teilnimmt, häufen sich Indizien dafür, dass die Sicherheitsbehörden in diesem Fall nicht einfach nur versagt haben.

Unmittelbar nach dem Anschlag hatte die Polizei zunächst einen unbeteiligten Asylbewerber aus Pakistan in Tatortnähe festgenommen, der für einige Stunden als Hauptverdächtiger galt. So entkam der wenig später als Täter ermittelte Tunesier Anis Amri zunächst nach Italien, wo er am 23. Dezember in der Nähe von Mailand von der Polizei erschossen wurde. Noch am selben Abend wurde bekannt, dass Amri bereits...

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